6_Gründe_als_Reiseveranstalter_einen_Blog_zu_führen

6 Gründe als Reiseveranstalter einen Blog zu führen

Du kennst dich bestens in Vietnam aus? Du kennst die geheimsten Geheimtipps in Thailand, unentdeckte Pfade in Myanmar oder bietest Rundflüge über Pjöngjang an? Du bist aktueller als der aktuellste Reiseführer? Dann zeige deinen Kunden, dass DU der Experte bist. Und dafür starte noch diese Woche mit deinem Unternehmens-Blog.

 

Warum du einen Blog starten sollst? Weil du noch ziemlich allein damit bist. Deine Konkurrenz verfügt wahrscheinlich über keinen Blog. Oder über einen lahmen Blog. Über einen Blog der eingeschlafen ist oder bald sterben wird. Ich weiß es. Denn ich habe mir die Blogs von 266 Reiseveranstaltern* angeschaut. Hier kommt das Ergebnis:

 

Von 266 kleinen und mittelständischen Asien-Reiseveranstaltern in Deutschland haben

  • 26 Reiseveranstalter einen Blog inkl. Kommentarfunktion
  • 34 Online-Reiseberichte geschrieben von Kunden
  • 16 einen Blog ohne Kommentarfunktion

 

Weniger als 10% der Asien-Reiseveranstalter führt einen Blog

 

Dafür, dass die Reisebranche sich bestens für das Bloggen eignet, ist das doch ziemlich wenig, oder? Hier kommen meine Gründe, warum du unbedingt bloggen solltest:

 

1. Ein Blog als eigene Plattform

Dein Unternehmens-Blog ist deine eigene Plattform. Er ist deine Bühne. Deine Leser sind dein Publikum. Hier ist Platz für deine Meinung, Geschichten, Neuigkeiten, Reiseinformationen und Produktwerbung.

 

Ja, du hast richtig gehört: Produktwerbung. Das klingt eklig und wir stellen uns einen schmierigen Typen vor, der uns ein Auto verkaufen will. Mit Produktwerbung meine ich, dass du deine Produkte, z.B. einen Ausflug oder ein Hotel, mit dem du vielleicht sogar einen besonderen Deal hast, durch einen Blog-Artikel hervorheben kannst. Natürlich nur, wenn du auch 100% hinter dem Produkt stehst, aber davon gehe ich aus.

 

Am Ende des Tages willst du Geld verdienen. Auch ein Blog soll dazu beibringen, dass du am Ende des Tages eine Reise verkaufst.

 

Ideen für Blog-Themen bietet dir z.B. mein Artikel 5 Social Media Ideen für kleine Reiseveranstalter.

 

2. Autorität und Expertise

Du bist bereits Experte. Aber dass du mehr weißt als im Reiseführer steht, das wissen vielleicht nicht alle deine Leser. Durch regelmäßiges Bloggen zeigst du deinen Lesern, dass du wirklich der Experte bist. Dass du Hintergrundinformationen hast und immer noch mehr aus dem Hut zaubern kannst als dein Kunde angenommen hat.

 

So wirst du zur Autorität und schaffst Vertrauen. Ein Blog zeigt die Menschen hinter dem Unternehmen. Wer ist eigentlich der freundliche Berater am Telefon? Stelle deine Mitarbeiter in deinem Blog vor oder lass sie einen Artikel über ein bestimmtest Thema schreiben. So zeigst du Lebendigkeit, erzeugt von echten Menschen.

 

3. Kundenstimmen und Feedback 

Du hast bestimmt Kunden, die richtig zufrieden mit dir sind. Stammkunden, die immer wieder bei dir buchen. Bitte sie, einen kleinen Artikel für deinen Blog zu schreiben. Oder stelle ihnen 5 witzige oder interessante Fragen über ihren Urlaub. Um so besser der Text, um so eher teilen diese Kunden den Text im Netz und lassen ihre Freunde wissen, dass der Urlaub richtig gut war.

 

Ziel dieser Kunden-Artikel ist, dass deine Kunden dich neuen Kunden empfehlen. Und dass sie natürlich selbst wieder eine Reise bei dir buchen. Rund 77% vertrauen auf Empfehlungen von Freunden.

 

Mehr wissenswerte Fakten zu Facebook und co. liest du in meinem Artikel Warum Facebook so wichtig für Reiseveranstalter ist.

 

Ein weiterer Punkt zu Kundenstimmen und Feedback ist das Qualitätsmanagement. Du checkst deine Produkte und angebotenen Dienstleistungen bestimmt regelmäßig. Aber je mehr Destinationen du im Programm hast, um so schwieriger wird es, die Hotels, Ausflüge und Transportmittel auf ihre Qualität zu prüfen.

 

Durch Kundenstimmen über authentische Kunden-Artikel und die Kommentare der Leser erhältst du wichtiges Feedback zu deinen Produkten. Werte die Kommentare deiner Leser aus und gib die Informationen weiter an das Produktmanagement oder deine Incoming Agentur.

 

Die Kommentare solltest du übrigens auch auf deiner Facebook-Seite regelmäßig auswerten. Deine Kunden und Leser geben dir hier kostenlos und von selbst wichtiges Feedback.

 

4. Abhebung von der Konkurrenz

Weiter oben im Artikel hast du es schon gelesen: die Zahl der Reiseveranstalter, die einen Blog pflegen ist gering. Von 266 Asien-Reiseveranstaltern besitzen 26 einen Blog mit Kommentarfunktion. Das sind weniger als 10 Prozent! Dabei wissen wir, dass sich das Thema Reisen und Urlaub ganz hervorragend zum Bloggen eignet.

 

5. Marktforschung

Dein Blog kann, wenn er von dir gut gepflegt und von deinen Lesern angenommen ist, als Marktforschungsinstrument dienen. Schreiben deine Kunden in den Kommentaren über ein Thema immer das gleiche? Gibt es eine neue Route, die immer beliebter wird? Du kannst aus den Kommentaren deiner Kunden Trends erkennen, auswerten und sie dann deinem Produktmanagement vorlegen.

 

Manchmal kommen deine Kunden auf neue Produkte, bevor du sie entdeckt hast. Du musst nur gut zuhören und mit deinen Lesern kommunizieren.

 

6. Erhöhung der Reichweite 

Natürlich erhöhst du durch einen Blog auch deine Reichweite. Google mag Geschichten von Menschen, die wiederum von Menschen kommentiert wurden. Daher funktionieren Seiten wie gute-frage.net oder wer-weiß-was.de auch so gut. Was Google im Detail gern mag ist allerdings geheim und Onliner können nur spekulieren und sich auf Erfahrungswerte berufen.

 

Prüfe die Keywords für deine Artikelthemen. Schau, wie du deinen Artikel SEO-technisch nachjustieren kannst, ohne ihn inhaltlich und optisch zu zerstören.

 

Es sei betont, dass du die Artikel für deinen Blog in erster Linie für deine Kunden und Leser schreibst. Daher sollte SEO auch nicht übertrieben werden.

 

Artikel-Themen über die du bloggen kannst

Dir fallen keine Themen ein, über die du bloggen könntest? Hier habe ich ein paar Ideen für dich:

  1. Ein Tag im Leben von … (Guide, Busfahrer)
  2. Warum ihr euch in Hanoi nicht auf grüne Ampeln verlassen könnt
  3. Eine Tuk Tuk Fahrt in Bangkok (Video)
  4. Die 6 exklusivsten Zelt-Unterkünfte in Südostasien
  5. 7 Traum-Strände Indonesiens, die ihr kennen solltet
  6. Food-Tour durch Kuala Lumpur
  7. Reiseapotheke für Asien – und: worauf ihr verzichten könnt
  8. Die ultimative Packliste für Trekkingtouren in Nordvietnam
  9. 8 Highlights, die ihr nur in der Regenzeit erlebt
  10. 6 Reisebuch- und E-Book-Empfehlungen für euren Indien-Trip

Viel Spaß beim Bloggen!

 

* Ich fokussiere mich hauptsächlich auf kleine und mittelständische Reiseveranstalter, die Asien im Programm haben. Reiseveranstalter ohne Asien sind hier nicht berücksichtigt.

 

Das könnte dich auch interessieren:

Sarah

2 Comments

  • hi Sarah, ich hatte deinen Artikel vorher nicht gelesen und doch hab ich ihn irgendwie beherzigt und einen Destination-Blog gestartet. Schön zu lesen das die Entscheidung nicht unbedingt die schlechteste war! 😉 Danke für die übersichtliche Aufbereitung. vg René

    30. Dezember 2015 at 18:43

Post a Comment

Menu Title